Gallus Stettner aus Schacha, von 1912 bis 1925 Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr schreibt in seinen Aufzeichnungen von 1921:
Die freiwillige Feuerwehr Albaching wurde am 30. August 1874 gegründet.

Die Männer wurden vorschriftsmäßig mit grauen Joppen, Helm, Gurt, Beil und Leine ausgerüstet. Schon 1875 wurde eine Löschmaschine und die erste Vereinsfahne angeschafft, gefertigt von Schneidermeister Josef Radlmann aus Aign. Diese Standarte ist auch jetzt noch vorhanden. Die Anschaffung einer Hand-Saug und Druckspritze folgte im Jahre 1890. Am 27. Mai 1900 wurde verbunden mit einer Fahnenweihe, das 25jährige Vereinsjubiläum gefeiert, an dem 35 auswärtige Feuerwehren teilnahmen.

1962 konnte das lang ersehnte Löschfahrzeug Ziegler L.F.8 mit Vorbaupumpe angeschafft werden, um das Fahrzeug unterstellen zu können, mußte das Feuerwehrhaus vergrößert werden. Damals war noch der Schriftzug „Freiwillige Feuerwehr Albaching - Utzenbichl“ auf dem Fahrzeug aufgetragen. 1969 wurde dann die Robelspritze von einer neuen Tragkraftspritze TS 8 abgelöst.

Während der NS-Zeit stand die Feuerwehr unter dem Kommando der SS. Darum gab es zu dieser Zeit auch keinen Vorstand. Alle Feuerwehrfahnen müssen abgeliefert werden.
Kommandant Friesinger von Aign versteckt die Albachinger Fahne unter der Tennenbrücke, davon hat sie ihre Stockflecken bekommen. 1940 wurde eine gezogene Motorspritze von der Firma Robel angeschafft, die bis Ende der 60er Jahre im Einsatz war.

Bei der Jahreshauptversammlung 1983 wird erstmals der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrhaus vorgetragen. Bürgermeister Asböck verspricht sich mit dem Anliegen zu befassen, er sieht jedoch das
Hauptproblem in der Beschaffung eines von der Lage her geeigneten Grundstückes.

Das Gründungsfest zum 85jährigen Bestehen mit Fahnenweihe wurde am 17./18. Juli 1959 festlich begangen. Der Patenverein Rechtmehring-Rosenberg führte den stattlichen
Festzug von 60 Vereinen an. Die dritte Vereinsfahne wurde in der Coburger Fahnenstickerei angefertigt und zeigt auf der Vorderseite unser schönes Pfarrdorf, über den Wolken den hl. Florian.

Ab September 89 ging es dann los mit dem Bodenaushub, Hebtag war Ende Februar 90. Im Dezember war der Rohbau fertig, dann ging es weiter mit dem Innenausbau und der Herstellung der Außenanlagen bis Ende Juli 1991. Insgesamt wurden ca. 4000 freiwillige Arbeitsstunden und 500 Stunden mit Schleppern, Lader, Bagger und anderen Maschinen unentgeltlich geleistet. Dazu kamen noch Geld und Sachspenden in beträchtlicher Höhe.